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Pressemitteilung

40 Jahre nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl - Bekommt unser Landkreis einen Mini-Atomreaktor?

Die ÖDP im Landkreis Bayreuth sieht es als fatalen Fehler, wenn der Bau von Mini-Atomkraftwerken umgesetzt würde. Sie sind wirtschaftlich unsinnig und belasten zukünftige Generationen mit radioaktivem Abfall.

Die ÖDP im Landkreis Bayreuth sieht es einhellig als fatalen Fehler, wenn die Gedankenspiele in der Union für den Bau von Mini-Atomkraftwerken umgesetzt würden. Diese Anlagen sind wirtschaftlich unsinnig und belasten zukünftige Generationen mit ihrem radioaktiven Abfall.

Finanzielle Belastung

Durch die notwendige staatliche Förderung solcher Anlagen entstehen weitere finanzielle Belastungen, wo dann bald wieder der Ruf nach Einsparungen an anderer Seite erfolgen wird. Kreisvorsitzender Bernd Koppe befürchtet, dass Andere dafür zur Kasse gebeten werden.

Unklare Standortfrage

Fraglich ist auch, wo der Vorreiter dieser Idee - CSU-Chef Söder - die kleinen Atomkraftwerke bauen will, die er seit Monaten immer wieder öffentlich einfordert. „Ist unser Landkreis betroffen?“.

Derzeit gibt es noch keine potenziellen Standorte. Auch wegen einem Volksbegehren der ÖDP: Am 26. April vor 28 Jahren hat die ÖDP das Volksbegehren „Kein neues Atomkraftwerk in Bayern!“ gestartet. Fünf Standorte waren im Freistaat damals für ein zusätzliches Atomkraftwerk reserviert. Das ÖDP-Volksbegehren zielte auf deren Streichung aus dem Landesentwicklungsprogramm ab. „Die Unterschriftensammlung ging so schnell, dass Edmund Stoiber diese Standorte von sich aus zurücknahm“, erinnert Koppe.

„Die Kleinstreaktoren könnten theoretisch überall entstehen. Wir glauben aber, dass die Mehrheit der bayerischen Bürgerinnen und Bürger dieses Risiko nicht vor ihrer Haustüre haben will.

Atomkraft erzeugt neue Abhängigkeiten von Uranlieferungen aus despotisch regierten Ländern und im schlimmsten Fall können Atomreaktoren sogar ein militärisches Angriffsziel sein."
 

ÖDP fordert mehr Erneuerbare statt Atomkraft

Stattdessen will die ÖDP das Energie Sparen fördern und Stromspeicher massiv ausbauen. Damit können die erneuerbaren Energien besser genutzt und die Stromnetze stabilisiert werden. Außerdem soll der Anteil regenerativer Energien gesteigert werden.

„Der Freistaat sollte nicht ins Atomzeitalter zurückdrängen, sondern die Energiewende voranbringen“, verlangt der stellv. Kreisvorsitzende Markus Lenk.

Mit freundlichen Grüßen

Bernd Koppe

Kreisvorsitzender

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